Ein Roadtrip durch

Georgien

Ein Roadtrip durch Georgien

Georgien, ein Land so groß wie Bayern, mitten im Kaukasus. Ein Land, das jeden Naturliebhaber begistern lässt.
Hier findest du verrückte Passstraßen, grüne Berge und Natur pur. Hier begegnest du wilden Pferden in den Bergen, kannst atemberaubende Aussichten genießen und sogar mit dem Camper freistehen. Georgien ist ein Camperparadies.
Neben den wunderschönen Natur-Highlights kannst du auch die spannende georgische Kultur und die gastfreundlichen Einheimischen kennenlernen. Hier wirst du sicher herzlich empfangen.

Zekari-Pass | ზეკარი

Direkt an unserem ersten Tag in Georgien ging es für uns Richtung Zekari-Pass.

Der Weg zum Pass startet ungefähr bei Untsa an einer Straße, die zwischen Asphalt und Schotter wechselt, bis du bei Abastumani ankommst. Von hier an geht die „Straße“ in einer Schotterpiste über. Die Piste war für unser Fahrzeug wirklich grenzwertig und nur durch Höherlegung/Bodenfreiheit, gute Reifen und etwas Fahrgeschick möglich.
Der Weg nach oben zum höchsten Punkt auf circa 2300 Meter ist nämlich nicht ganz ohne. Enge ausgewaschene Kurven, tiefere Löcher und Höchstgeschwindigkeiten bis 7km/h fordern etwas Geduld, bis du oben ankommst.
Dafür wirst du oben mit tollen Picknickplätzen, einer grandiosen Aussicht und bei freier Sicht sogar mit dem Blick auf den höchsten Berg Russlands belohnt.
Selbst wenn der Blick nicht klar ist, bist du hier über den Wolken. Der Ort ist einfach unglaublich und hat sich gelohnt.
Auch wenn die insgesamt 50km Schotterpiste einem einiges abverlangen, bis du bei Sairme wieder auf einer Asphaltstraße landest.
Aber Achtung: Bei nassem Wetter besteht die Gefahr, unkontrolliert zu rutschen. Auch bei dichtem Nebel ist der Weg gefährlich.

Die Einreise nach GEORGIEN verlangt uns so einiges ab… POLIZEIKONTROLLEN & OFFROADPISTEN

In diesem Video:
Wir reisen ein! Die Einreise nach GEORGIEN verlangt uns so einiges ab… Wir geraten in eine Polizeikontrolle, und das gerade mal zwei Stunden nach der Einreise. Nach vergeblicher Stellplatzsuche landen wir dann auch noch auf einer sehr grenzwertigen Offroadpiste. Diese Passstraße verlangt unserem Van Carlo alles ab.

Kutaissi | ქუთაისი

Die Stadt Kutaissi ist die drittgrößte Stadt Georgiens und die Hauptstadt der Region Imeretien. Sie bekannt für ihr großes und wirklich schönes Wandgemälde. Dieses „Wall Painting” ist ziemlich realistisch gemalt und zeigt eine ältere georgische Dame, die Teig macht.

Neben diesem tollen Gemälde gibt es auch einen großen Basar, auf dem du alles kaufen kannst, was das Herz begehrt. Frisches Obst und Gemüse, georgische Spezialitäten und jede Menge traditioneller Stände.
Auf dem Weg dahin haben wir bei einem kleinen, aber sehr süßen Bäcker vorbeigeschaut. Die Damen, die dort arbeiten, und der Ladenbesitzer sind unglaublich freundlich und herzlich. Sie haben uns dort sogar Backwaren geschenkt. Mit den Worten „Welcome to Georgia.“ Dort haben wir uns sehr toll mit den Einheimischen unterhalten und haben noch einmal einen Einblick in die Kultur bekommen.
Wenn du in der Stadt bist, statte dem charmanten Bäcker gerne einen Besuch ab.

Da die Stadt ansonsten recht wild ist – sowohl die Stadt im Allgemeinen als auch der Verkehr – fahre hier lieber defensiv und habe deine Augen überall. Wir haben hier geparkt. Am Straßenrand unter Bäumen und 3 Minuten zu Fuß in die Innenstadt.

Tskaltubo Lostplaces | წყალტუბო

Der Ort Tskaltubo war damals zu Zeiten der Sowjetunion einer der bedeutendsten Kurorte des Republikverbandes – zumindest bis zum Verfall der Sowjetunion 1991.
Damals wurde der „Urlaub“ für rund 90% der Besucher dort finanziert. Jeder Bürger sollte dort auf Kosten des Staates 1-2 Wochen Urlaub machen können. Neben Urlaub standen aber auch Workshops und andere bildende Maßnahmen auf dem Plan. Ein Aufenthalt sollte nicht nur der Erholung dienen, sondern auch die Gemeinschaft der Union stärken und Bildung vermitteln. Letzendlich also ein Aufenthalt mit Hintergedanken.

Das einst prächtige Spa-Resort bei Tskaltubo besteht heute leider aus über 20 LostPlaces, die der Natur, dem Vandalismus und teilweise Flüchtlingen überlassen sind. In dem Ort Tskaltubo findest du Spa-Hotels, Senatorien, Badehäuser, Parkanlagen und andere tolle Bauwerke. Größtenteils aber leider völlig verwüstet und schon so gut wie einsturzgefährdet.

Teilweise sind die Ruinen von Binnenflüchtlingen aus Abchasien besetzt, die seit dem Zerfall der Sowjetunion in mehreren Generationen dort leben – mittlerweile also seit über 30 Jahren. Wenn du dort also die Lostplaces besichtigst, denk dran, dass einige Teile der Häuser bewohnt sein könnten. Respektiere ihre Privatsphäre und mache lieber einen Bogen um die Hausteile. Häufig kannst du das an trocknender Wäsche oder anderen, selbstgebauten Konstruktionen an den Häuserteilen erkennen.

Wir haben das verlassene „Spa-Hotel“ und das „Sanatorium Medea“ besichtigt. Im alten Hotel sind tatsächlich auch noch Flüchtlinge, im Medea Sanatorium nicht mehr. Dafür ist es deutlich touristischer.
Weitere schöne und recht gut erhaltene Gebäude sind das „Sanatorium Metallurgist“ und das „Sanatorium Imereti“.

Enguri Stausee | ენგური

Die Enguri-Staumauer spielt eine zentrale Rolle in der Energieversorgung von Georgien. Hier sind wir auf dem Weg nach Mestia vorbeigekommen. Die Straße Entlang des Sees und der Staumauer ist wirklich unglaublich schön.
Die Enguri-Staumauer befindet in der Nähe der Grenze zur abtrünnigen Region Abchasien. Daher können eventuell Polizeikontrollen stattfinden.
Der verrückte an der Staumauer: Sie ist eine Bogenstaumauer und gehört zu den höchsten ihrer Art weltweit. Sie ist etwa 271,5 Meter hoch und 728 Meter lang. Das Wasserkraftwerk hat eine Leistung von etwa 1.320 Megawatt und liefert einen erheblichen Teil des georgischen Strombedarfs.
Wenn du vonm Südwesten nach Mestia fährst, kommst du hier zwangsweise vorbei. Nach Mestia führt nämlich nur diese eine Straße. Kurz nach dem Stausee kannst du einen Stop bei der „Wooden Bridge“ machen. Einer alten Hängeseilbrücke die schon ziemlich wacklig ist. Macht auf jeden Fall Spaß hier drüber zu laufen.

Vantastic FOTO PRESET COLLECTION – 6ER PACK

 Mehrere Jahre sind wir nun dabei, unsere Fotos mit einem warmen, aber natürlichen Stil zu bearbeiten. Wir lieben es, wie  Wärme und Harmonie zu einem einheitlichen Look werden.

Was du bekommst:
– 6 Lightroom Presets für Lightroom Desktop & die kostenlose Lightroom App.
– Anwendbar für alle Bildformate (RAW, JPEG, etc.).
– Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Installieren der Presets.

Mestia | მესტია

Das Bergdorf Mestia liegt im Nordwesten Georgiens in der Swaneti-Region auf circa 1440 Metern.
Die Region ist bekannt für die vielen historischen Wehrtürme, die bis nach Ushguli überall zu finden sind.
Obwohl das 2000-Einwohner-Dorf sehr abgelegen ist und nur eine Straße von Sugdidi bis Mestia (136km lang) führt, ist Mestia sehr touristisch. Hier findest du etliche Hotels, Cafés und zahlreiche Taxi-Angebote nach Ushguli.
Die Straße nach Mestia ist fast vollständig betoniert, aber durch tiefe Schlaglöcher und schlechte Zustände wirklich etwas unangenehm zu fahren. Der Weg dauert circa 3x so lange, wie Google Maps sagt.  

Die Stadt Mestia hat uns letztendlich nicht zu 100% überzeugt – eher das Ganze drumherum.
Wie zum Beispiel die Seilbahn auf den Hatsvali-Berg. Die Fahrt kostet ca. 6€ und gilt für die Hin- und Rückfahrt sowie beide Seilbahnen. Von hier oben auf 2200 Meter hast du einen atemberaubenden Panoramablick.
Und wenn du schon mal hier bist kannst du dir leckeres Puri-Brot bei diesem Bäcker holen. für gerade mal 2 Lari (60Cent).

Stellplatz vor Mestia – Mazeri

Kurz vor Mestia haben wir in dem Dorf Mazeri gehalten. Hinter dem Dorf ist eine große Fläche, auf der man viele tolle Plätze zum Freistehen findet. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick auf den Berg „Ushba“ (4710 Meter) und kann eine 9km lange Wanderung zu einem der größten Wasserfälle Georgiens machen – dem „Shdugra Waterfall“.
Neben einem 360°-Panoramablick laufen dir hier auch Wildpferde und Kühe über den Weg. direkt neben dem Camper grasen sie gemütlich vor sich hin. Ein wirklich tolles Bild.
Einer unserer Lieblings-Stellplätze in Georgien.

GEORGIEN ist WILD!!!
Von Kutaissi nach Mestia, das hat der Trip zu bieten.

In diesem Video passiert diese Woche ziemlich viel. Wir gehen Bowlen, besuchen die drittgrößte Stadt Georgiens, erkunden eine LostPlace-Region aus der Sowjetunion und fahren eine wilde Passstraße von Kutaissi nach Mestia. Der Trip hat einiges zu bieten.

Ushguli | უშგული

Das Bergdorf Ushguli ist wohl das bekannteste Dorf in Georgien. Es gehört zu den am höchsten gelegenen, ganzjährig bewohnten Dörfern der Welt und ist damit sogar Teil der UNESCO.
Ushguli liegt nahe der russischen Grenze auf 2200 Metern. Von hier aus kannst du auch den höchsten Berg Georgiens bestaunen – den „Shkhara Mountain“ mit 5201 Metern.

Shkara-Gletscher & Reittour:
Zu dem Shkara-Geltscher kannst du auch eine 16km lange Wanderung (4 Stunden hin und zurück) machen oder dir ein Pferd mieten und damit zum Geltscher reiten. Die zweite Option haben wir gewählt. Für 70 Lari (ca. 23€) kannst du dir ein Pferd mieten und kannst ohne Guide einfach losreiten. Ziemlich wild, aber auch ziemlich cool. Wenn du einen Guide dabeihaben möchtest oder in einer Gruppe unterwegs sein möchtest, kannst du auch eine richtige Tour buchen. Für einen Aufpreis natürlich. Die Preise sind übrigens einheitlich und überall gleich, egal wo du fragst.

Die Wehrtürme:
In Ushguli findest du wieder die mittelalterlichen Wehrtürme, die typisch für diese Region sind. In den Türmen fanden bis zu 80 Personen auf 3-4 Etagen Platz. Der Eingang ist oben am Turm über eine Leiter erreichbar, die dann, sobald alle drin sind, reingeholt wird. Die Wehrtürme waren sowohl zur Abwehr als auch zum Schutz gedacht. Es gibt auch kleine Schießluken, um Angreifer auf Abstand zu halten.

Das Dorf Ushguli:
Durch dieses Dorf zu laufen versetzt einen wirklich in die Vergangenheit zurück. Gebäude, die in Deutschland verlassene Ruinen sind, sind hier bewohnte Häuser. Auf den matschigen Gehwegen laufen mehr Kühe und Schweine als Menschen. Es gibt ein paar ganz urige Cafés. Zum Beispiel das Café Svaneti mit der zuckersüßen Besitzerin Potola. Hier kannst du wirklich köstliche Khachapuri und andere typisch georgische Spezialitäten essen.
In Ushguli zu sein war für uns wirklich wie eine Reise in die Vergangenheit. Umgeben von alten Steinhäusern und Wehrtürmen. Der Blick auf die schneebedeckten Berge des Kaukasus und die traditionelle Lebensweise der Einwohner sind schon ein Erlebnis für sich.

Der Weg von Mestia nach Ushguli:
Wir sind von Mestia eine größtenteils betonierte Straße nach Ushguli gefahren. 40 km von insgesamt 45km waren bei unserem Besuch betoniert und für georgische Verhältnisse in recht gutem Zustand. Besser als nach Mestia. Die letzten Kilometer sind noch im Bau und führen über Schotter. Bei trockenem Wetter für jedes Fahrzeug machbar. Bei nassen Bedingungen nicht für jeden etwas. Auch der letzte Part in Ushguli selbst ist recht steil. Solange alles trocken ist, aber generell kein Problem.
Aufgrund von etlichen Erdrutschen und Beschädigungen, vor allem nach starkem Regen oder der Schneeschmelze, ist diese Straße nicht immer befahrbar. Frag am besten vorher in Mestia, wie die Situation ist. Ushguli wird aber für den Tourismus immer wichtiger. Daher wird alles getan, um die Straßen für jeden befahrbar zu machen. Woche für Woche kommen neue Meter Betonstraße hinzu.

Der Weg zurück:
Um aus Ushguli wegzukommen, hast du zwei Möglichkeiten. Einmal den gleichen Weg bis nach Zugdidi zurück oder den Zagari-Pass hinunter. Mehr zum Pass findest du ein bisschen weiter unten im nächsten Abschnitt.

Stellplatz bei Ushguli

An diesem traumhaften Stellplatz standen wir mehrere Tage. Hecktüren auf und Blick auf das Tal durch das sich der Enguri-Fluss schlängelt. Weiter hinten siehst du dann noch den höchsten Berg Georgiens, der sich auf der russischen grenze befindet.
Von hier aus kannst du zum Shkara-Gletscher wandern, Pferden und Kühen beim grasen zusehen und die Natur genießen.
Um hier hinzukommen folgst du der Schotterstraße durch das Dorf hindurch. 
Koordinaten: 42°55’18.7″N 43°01’27.6″E

Zagari-Pass | უღ. ზაგარო

Der Zagari-Pass ist eine der schönsten Straßen in Georgien, finden wir. Der Pass ist auch gar nicht so schlimm, wie oft behauptet wird. Zumindest ist er das jetzt nicht mehr. Wir waren uns anfangs unsicher, ob der Pass für uns machbar ist. Bei der Recherche trafen wir immer wieder auf Titel wie „Der Höllenpass“. Das mag auch gepasst haben. Mittlerweile ist der Großteil der Strecke aber betoniert und gut befahrbar.

Wir sind von Ushguli den Pass nach unten bis nach Kutaissi (160km) gefahren. Ab Ushguli begann bei uns im Juni 2024 die Straße sogar mit Asphalt, ging dann aber 8km in Schotter über, bevor die Strecke wieder betoniert war. Überall, wo Beton ist, ist die Straße wirklich in einem verhältnismäßig guten Zustand und gut befahrbar.
Die 8km Schotter dazwischen sind bei nassen Wetterverhältnissen, auch wenn es am Vortag geregnet hat, schwierig zu fahren. Ohne 4×4 versinkt man hier im Schlamm. Zudem fährt man hier auch bei trockenem Wetter durch mehrere kleine Bäche und einen größeren Fluss. Bei Regen läuft hier viel Wasser durch und es wird wirklich schwierig zu fahren. Auf dem Pass gibt es auch immer wieder Erdrutsche. Teilweise ist die Strecke auch nach einem Regentag gesperrt.
Ab Ushguli geht es den Pass erstmal bis auf 2600 Meter hoch. Anschließend nur noch bergab. Für die Strecke von Ushguli bis Kutaissi (160km) haben wir knapp über 5 Stunden benötigt.

Der Pass ist von Osten kommend (von Lentechi) mittlerweile sogar einfacher bzw. angenehmer zu fahren als von Westen kommend (Sugdidi). Generell ist die Straße aber gut fahrbar, zumindest für Vans und bei trockenen Bedingungen. Der Weg nach oben ist für das Auto aber recht anstrengend. Achte da regelmäßig auf die Öltemperatur. Auf dem Weg nach unten behalte deine Bremsen im Blick und lege lieber ein paar Pausen zum Abkühlen ein.

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Georgian Military Road | Georgische Heerstraße

Die Georgische Heerstraße ist eine 200km lange Straße, die von Tiflis ins russische Wladikawkaz führt. Sie durchquert dabei das große Kaukasusgebirge. Die Military Road wurde im 18. Jahrhundert von russischen Soldaten erbaut und anfangs noch mit Pferd und Kutsche befahren. Durch die seit Jahrhunderten wichtige Handelsroute ist die Straße auch historisch bedeutend für die Region.

Die Heerstraße führt über einen 2300 Meter hohen Pass mit toller Landschaft – hohe Berge, tiefe Schluchten und kleine alte Dörfer erwarten dich hier. Während der Fahrt kannst du auf den Kazbek gucken, einen der höchsten Berge im Kaukasus.
Heutzutage ist die Straße gut ausgebaut und komplett asphaltiert – eine der einzigen gut ausgebauten Straßen im Kaukasus. 

Die Military Road ist übrigens die einzige Straße mit dem einzigen Grenzübergang nach Russland, den du als Tourist nutzen darfst.
Durch das höhere Verkehrsaufkommen und die eher aggressive Fahrweise der Georgier/Russen ist hier allerdings Vorsicht geboten. Fahr lieber defensiv und lasse andere überholen. Durch die wichtige Verbindung zu Russland sind hier wirklich viele LKWs unterwegs.

Truso Tal | თრუსოს ხეობა

Das Truso-Tal ist eine tolle Region für Naturliebhaber und eignet sich sehr gut zum Wandern. Es liegt im Großen Kaukasus und bietet wunderschöne Landschaften mit mineralreichen Quellen, grasbedeckten Felsen und Flüssen, die sich durch das Tal schlängeln.

Beim Wandern durch das Tal kannst du bei Kretisi alte Dörfer, verlassene Wehrtürme und den Truso-See entdecken. Der Truso-See, auch Abano Lake genannt, der inmitten einer beeindruckenden Bergkulisse liegt, ist druch den hohen Minaralgehalt leuchtend blau gefärbt. Mitten in dem grünen tal gibt das wirklich ein tolles Bild ab. Folgst du dem Wanderweg weiter, kommst du zum Abano-Kloster.
Wenn du da startest, wo wir mit dem Camper gestanden haben, sind das knapp 15km pro Weg. Also keine kleine Wanderung. Zum Stellplatz.

Du kannst die holprige Schotterpiste auch mit dem Auto fahren, statt zu wandern. Sie ist aber teilweise sehr eng und mit großen Löchern übersäht. Eher etwas für kleine Offroadcamper. Kurz vor dem Ort Kvemo Okrokana solltest du nach der Brücke links ins Tal abbiegen. Wenn. du rechts abbiegst, wirst du kurz danach von einem Militärstützpunkt aufgehalten.

Wichtig zu beachten ist, dass das Tal nah an der Grenze zu Russland liegt und du für bestimmte Wanderungen in der Grenzregion eine Genehmigung oder einen Guide benötigst. Zum einen wegen der nahen russischen Grenze, zum anderen wegen der Grenze zu Südossetien, solltest du immer deinen Pass dabei haben. 

Stepanzminda & Dreifaltigkeitskirche

Stepanzminda (ehemals Kazbegi) ist ein kleines Bergdorf im großen Kaukasusgebirge. Es liegt am Fuße des 5.054 Meter hohen Kasbek-Bergs, einem der höchsten Gipfel im Kaukasus. Wir persönlich fanden das Dorf an sich jetzt gar nicht so sehenswert. Hier gibt es viele Hotels, viele Bauarbeiten und die Vorbereitung auf jede Menge Touristen. Hier kommt man, anders als bei anderen Bergdörfern in Georgien, super hin. Die Straße ist bis zum Ende asphaltiert und in gutem Zustand. Die Straße ist übrigens die Military-Road mit dem einzigen Grenzübergang nach Russland in dieser Region. Dementsprechend sind hier viele LKWs unterwegs, die sich teilweise kilometerlang vor und hinter Stepanzminda stauen. Manchmal warten sie Tage darauf, über die Grenze zu kommen.

Eine weitere, sehr gut asphaltierte Straße führt dann hoch zur Dreifaltigkeitskirche von Gergeti, die sich über Stepanzminda auf 2170 Metern befindet und schon von unten zu erkennen ist. Sie ist eines der beliebtesten Fotomotive in ganz Georgien. Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert erbaut und bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegenden Berge und Täler und kann kostenfrei besichtigt werden. Die Kirche diente früher nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Versteck für georgische Schätze vor feindlichen Eroberern. Durch die einmalige Lage war es für Angreifer quasi unmöglich, hierherzukommen.

Der Weg mit einem großen Wohnmobil sollte wegen mehrerer wirklich enger und steiler Kurven aber gemieden werden. Bei uns war es schon an der Grenze. Unten im Dorf gibt es ebenfalls Parkplätze, von denen man eine Wanderung zu der Kirche machen kann. Der Aufstieg ist allerdings anstregend und dauert zwischen 1,5-2 Stunden. Wer darauf keine Lust hat, kann sich unten auch ein 4×4-Taxi buchen und sich hochfahren lassen. 
Letztendlich ist weder das Dorf Stepanzminda noch die Kirche von innen wirklich ein Muss. Als wir da waren, war die ganze Kirche eine einzige Baustelle. Allerdings sind das Große Ganze, die Umgebung und die Landschaft wirklich traumhaft schön und daher auch lohnenswert.

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